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Bereits als ich in Madrid in den Wagen einsteige, höre ich wie Schweizerdeutsch gesprochen wird. Eine Sitzplatzdiskussion. Ich grinse, sage „Grüeziwohl“ und dass ich den Platz 93 am Fenster hätte. „Ja, säg ou“, staunt einer von diesen, ein langer, etwas schlaksig wirkender Kerl, der es kaum glauben kann, dass er in einem spanischen Zug neben einer Schweizerin zu sitzen kommt.

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Die Idee meines Co-Bloggers Erwin aufgreifend, gibt’s mal wieder was auf die Ohren. Carpe diem!

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Chiles Küste erstreckt sich über viereinhalbtausend Kilometer von Nord nach Süd. Eine Küste voller Fjorde und unzähligen Inseln. Kein einfaches Gebiet für die Schifffahrt, insbesondere im südlichen Patagonien, wo ein raues Klima herrscht und das Meer oft von Stürmen heimgesucht wird. Die Liste der vor Chiles Küsten verunglückten Schiffe ist lang. – Wir besuchen einen Leuchtturmwärter.

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… kommt mir Nashville in den Sinn. Zugegeben, nicht der Ort aller Orte. Aber damals war ich Fan von Südstaatenmusik und für 6 Monate in den USA. Und es ergab sich, dass ich von einer Freundin von einer Bekannten von meinem damaligen Freund – ja, wirklich! – für zwei Wochen die Wohnung in Nashville hüten durfte, weil sie selber gerade bei der Bekannten in San Diego weilte. Das Reisebüro in Michigan fand für mich einen günstigen Flug inklusive Sidetrip nach New Orleans; den Schlüssel zur Wohnung erhielt ich per Post. Trisha hatte mich noch nie gesehen und vertraute mir ihr Zuhause an. Und dazu ihren kleinen, alten, silbernen Nissan. Sie war froh, dass jemand nach dem Rechten schaute. Ich war 21 und erhielt kostenlos ein Dach über dem Kopf und ein eigenes Auto. Wahnsinn!! Es kam noch besser: Zur selben Zeit fand nämlich die alljährliche Fan Fair statt, ein gigantisches Country Music Festival. Fans reisen aus aller Welt an, sichern sich dafür ihr Ticket ein Jahr im voraus. Und ich? Ich schaffte es, mit etwas Detektivarbeit und einigen Telefonaten, zwei Tage vor Beginn noch einen Festivalpass zu ergattern! Abgesehen davon gibt es in unzähligen Cafés und Clubs jeden Tag Live-Musik aller Art und allererster Sahne. Ich war in völliger Euphorie. Ich besuchte unzählige Konzerte und Gigs. Noch nie in meinem Leben war ich soviel unterwegs und habe ich so wenig geschlafen wie in diesen beiden Wochen. Was das nun mit Regen zu tun hat? Tennessee hat im Sommer eine hohe Luftfeuchtigkeit, die sich fast täglich in Niederschlag wandelt. Ich weiss nicht mehr, wie oft ich bis auf die Haut durchnässt wurde. Was aber nix machte, weil die Temperatur selten unter 25 Grad Celsius fiel. Wenn ich nachts todmüde ins Bett fiel, trommelten die Riesentropfen an die Fenster und auf die Holzplanken des Balkons. Und ich schlief überglücklich ein. Deshalb denke ich bei Regen immer an Nashville. So viele Freundschaften aus dieser Zeit haben mich jahrelang begleitet. Nur Trisha, die das alles möglich gemacht hat, habe ich eigentlich nie kennengelernt.

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Wenn ich ein persönliches Reise-Best-of der letzten 10 Jahre machen müsste, wäre eine Destination ganz, ganz weit oben. Papua Neuguinea – das Land der Hexenbeschwörer, Kannibalen, Krokodiljäger und der 700 Sprachen (!). Obwohl mein Besuch schon 8 Jahre her ist, hat sich das Land in mein Gedächtnis eingebrannt wie kein Zweites. Mit meinen Fotos und den eingebauten Videos will ich euch einen kleinen Einblick in die Welt von Papua Neuguinea geben. Wer sich für die Kreolsprache Tok Pisin (weit verbreitet in Papua Neuguinea) interessiert, kann hier einige Phrasen nachlesen.  Im Kontrast zur atemberaubenden Schönheit des Landes stehen die sehr grundlegenden Probleme, die Papua Neuguinea hat. Es besteht eine extreme häusliche Gewalt, eine hohe Arbeitslosigkeit, mangelhafte Schulbildung und ein horrendes Gesundheitssystem (vgl. Statistik der WHO).          

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Da lag ich also in Yangon in meinem Drei-Quadratmeter-Zimmer, bei 35°C und einer horrenden Luftfeuchtigkeit, und fühlte mich hundeelend. Etliche Zeit hatte ich schon in der engen Etagentoilette verbracht, denn alles was ich zu mir nahm, kam postwendend wieder raus.

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Es fühlt sich wunderbar an, zurück in Buenos Aires zu sein. Die Strassen und Plätze sind vertraut, die Cafés, Restaurants und Buslinien auch, und in der Bar an der Ecke arbeiten die gleichen Leute wie eh und je. Dennoch ist Buenos Aires diesmal anders. Kühler. Hektischer. Lauter. Auf eine Art, wie ich es noch nie erlebt habe.

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Es geschah vor zwei Wochen, an einem ziemlich kalten Nachmittag. Der Regen hatte sich gerade erst verzogen, und ich war mit dem Rennrad von  Glarus Richtung Linthal unterwegs. Da kam mir jemand entgegen.

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Zwei Freundinnen unterwegs auf Sizilien. Wir kommen spät nachmittags nach Selinunte, wo es einige mehr oder weniger gut erhaltene Tempel zu sehen gibt. Der Zutritt ist erst am Folgetag wieder möglich. Ein Typ auf der Strasse spricht uns an, wirbt für eine Unterkunft. Warum nicht? 

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Im vielbereisten Lande von Heidi und Peter gibt es diverse Möglichkeiten, als Einheimischer mit Reisenden in Kontakt zu treten und den Duft der grossen weiten Welt auch mal direkt vor der Haustüre einzuatmen. So geschehen am letzten Samstag in Luzern.

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Ich will gar nicht lange herum reden. Heute gibts was auf die Ohren: Eine Mini-Auswahl an Songs, die ich echt inspirierend finde. Wenn ihr Lust habt, hört rein!

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Mittlerweile haben wir eine Chile Travel App auf dem iPhone, die uns mit den wichtigsten Informationen zu Sehenswürdigkeiten und Unterkünften versorgt. Allerdings haben wir uns so daran gewöhnt, einfach anzukommen und zu schauen, dass wir sie selten konsultieren.

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Eigentlich wollten wir den Süden Argentiniens bereisen. Patagonien inklusive Feuerland, mit ein paar Abstechern nach Chile. Dann war da die Sache mit dem Mietwagen. Wir waren mit den Reisebuchungen spät dran, und in San Carlos de Bariloche, Argentinien, war das gewünschte Fahrzeug nicht mehr aufzutreiben. Es sollte etwas Geländegängiges sein, aber das ist in der Hauptreisesaison Mangelware. Nun gut, als ehemalige Reiseberaterin kommt man auf Ideen.

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Zugegeben. Ich war nicht immer hier. Nicht immer ganz treu. Zwischendurch musste ich immer wieder mal kurz weg. Gelegentlich auch etwas länger. Sehen wie es sonst so wäre. Prüfen was es sonst noch gäbe. Zurück in Luzern, finde ich die Stadt vor allem etwas. Besser denn je. Luzern beeindruckt mich immer wieder aufs Neue. Luzern hat alles was ich brauche und noch viel mehr. Drei Dinge, an denen du hier kaum herumkommst.

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13’000 Kilometer auf einem Frachter zu verbringen, bedeutet vor allem eins: sich selbst wieder näher zu kommen. Was man auf einer 23 Tage dauernden Überfahrt so alles tun kann.

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Vor uns: 3000 Container und 180° Meersicht. Hinter uns: eine der boomendsten Städte Europas mit ihrem gigantischen Frachthafen. 

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Heute möchte ich mich bei allen Leserinnen und Lesern von ‚Immer wenn es regnet‘ für die vielen Besuche und für die vielen netten Feedbacks in der Start-Phase des Blogs bedanken. Der erste Monat seit dem Launch hat mir viel Spass bereitet und ich möchte die Gelegenheit zwischen den Jahren nutzen, um dir ein paar Einblicke in die Entwicklung von ‚Immer wenn es regnet‘ zu geben. 

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Papua Neuguinea, Transdniestrien, Surinam, Vietnam, Venezuela. Bis vor Kurzem habe ich noch gedacht, ich hätte schon ein paar Dinge dieser Welt gesehen. Dann kam ich nach Marrakesch in Marokko und nichts war mehr wie es war.